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Mittwoch, 2. Mai 2012

Löwenzahn"honig"


Was tun mit "unerwünschten Beikräutern"?
Genau - essen. Oder so.

Innerhalb des Zauns im Rasen werden Löwenzähne (Taraxacum off.) eliminiert, außerhalb desselben zu Küchenzwecken geerntet; Wildwuchs und Feld grenzen ja gleich ans Grundstück.
Löwenzahnhonig hat bei uns eigentlich fast schon Familientradition - als Kind wurde er als hustenkurierendes und dabei auch noch schmeckendes Mittel eingesetzt. In der Literatur findet man ihn aber eher als Bestandteil der Frühjahrskur mit reinigender und appetitanregender Wirkung. Den Honig habe ich bspw als Mittel gegen Nierenprobleme gefunden.*
Aber allem voran gibts den Honig bei uns aus diesem Grunde: er ist lecker.

Selbst mal probieren?
Bitteschön:
Am Anfang steht das Blütensammeln.
Mit den Mengenangaben ist das immer so eine Sache, ich wiege normalerweise nichts ab, habs aber fürs Rezept mal getan. Eine große Salatschüssel ergeben so etwa 200g, das reicht dann für fünf bis sechs 200-250g Marmeladengläser.
Die Blüten werden ausgeschüttelt und kurz (!) mit Wasser abgebraust.
Dass die Sammelstelle nicht unmittelbar neben einer Straße oder auf  in irgendeiner Weise chemikalisch belasteten Wiese sein sollte, brauche ich nicht zu erwähnen, oder?
Dann werden die grünen Blütenkelche der Blüten entfernt. Am besten geht das mit einer Schere. Wenn ein paar grüne Teile dran bleiben, ist das nicht dramatisch; zuviel Grün machts allerdings bitter.
Dann die gelben Blütenblätter in einem Liter wasser aufkochen - das ist jetzt die letzte Chance, evtl. noch vorhandenen kleinen Käfern das Leben zu retten, die kommen nämlich an die Oberfläche, sobalds warm wird ;)
Kurz durchkochen lassen und dann den Topfinhalt über nacht ziehen lassen.
Tags darauf die Blüten abseihen und den Sud mit 1 kg Gelierzucker 1:1 und dem Saft einer kleinen Zitrone aufkochen und 4min bzw nach Anweisung auf der Packung sprudeln kochen lassen.
In Gläser füllen, verschließen, fertig.
Ich habe festgestellt, dass der Honig in größeren Gläser nicht komplett fest wird und dann wirklich eher die Konsistenz von flüssigem Honig hat. Beeinträchtigt nicht den Geschmack, ist aber nicht so toll auf dem Brötchen...  das wäre dann vielleicht die Variante zum Tee-Süßen.

* Gegenanzeigen Gallenerkrankungen und Magen-Darm-Geschwüre. Weiteres siehe Haftungsausschluß am Ende der Seite.

Kommentare:

  1. Davon hab ich ja noch nie gehört. Klingt aber richtig lecker. Meine Oma hat auch viele Salben und Tees aus Kräutern gemacht. Ich fand das immer total faszinierend.
    GGGGGGLG Tanja

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  2. Hallo,liebe Maren,
    lieben Dank für den Link..zu deinem Blog...Löwenzahnhonig...hört
    sich sehr interesant an...werde ich probieren...Danke auch fürs Rezept.Werde mich noch ein bischen durch Deinen Blog klicken.Hab einen schönen Wonnemonat,mit lieben Grüßen Gisy

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  3. Hallo,
    ich habe nun schon zwei mal versucht Löwenzahnhonig selbst herzustellen und jedesmal ist er zu fest geworden. Keine Ahnung, warum....werde es nun mal mit deinem Rezept versuchen. Drück mir die Daumen. Liebe Grüße Sonja

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    1. Der hier wird dann wahrscheinlich zu flüssig ;))
      Gutes Gelingen!
      Und schreib mir doch mal, wie du ihn bisher gemacht hast...

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  4. Habe ich gestern von jemanden gehört der das auch macht und nun lese ich es hier bei dir.... wenn sonja das macht...werde ich es mal bei ihr versuchen -lach+...grüssle tina

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    1. :) Geht doch zusammen Blümchensammeln :)

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    2. Huhu Maren,
      Danke, für deine Antwort. Habe heute meinen Sohn zum sammeln auf die Wiese geschickt...er kam ganz entsetzt und meinte da würden so viele Krabbeltierchen darauf rumkrabbeln und ihm würde der Rücken weh tun. Da musste ich alleine sammeln. Der Sud ist schon aufgesetzt. Morgen gehts es dann weiter. Ich muß noch das alte Rezept suchen aber ich glaube es war zuerst zu flüssig und dann nacher viel zu fest. Vermutlich hab ich es zu lange gekocht...gehe mal suchen..... Tschüß Sonja

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  5. ;-) - Sonja hat schon gesammelt ---- ;-)- also doch nur probieren...bin ja schon mächtig gespannt wie der schmeckt .... gutes gelingen sonja
    grüssle tina

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  6. Huhu,
    ich bin es schon wieder. Also, der Honig ist ziemlich flüssig aber ich nenne ihn nun einfach "Löwenzahnsirup". Liebe Grüße Sonja

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    1. Das Eigenartige ist: je größer die Gläser, umso flüsiger der Honig - wie auch immer das zustande kommt. Notfalls evtl. nochmal mit Gelatine aufkochen und neu abfüllen...

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Dankeschön, daß du dir die Zeit nimmst und hier ein paar Worte hinterläßt...